Einsatz in Köln – Bartholomäusstraße 30, Nordrhein-WestfalenLandkreis: –, Deutschland
Nach zwei schweren Erdbeben unterstützt die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) die Suche nach Verschütteten. Der Abmarsch erfolgt gegen 0:15 Uhr am Freitagmorgen.
Köln-Porz – Das Technische Hilfswerk (THW) entsendet nach den schweren Erdbeben in Venezuela 48 Einsatzkräfte und vier Rettungshunde in das Katastrophengebiet. Die SEEBA-Einheit startet gegen 0:15 Uhr am Freitagmorgen ihre Reise. Hintergrund ist ein internationales Hilfeersuchen der venezolanischen Regierung nach den Erdbeben, die am Mittwoch den Norden und das Zentrum des Landes erschütterten.
Suche nach Überlebenden steht im Mittelpunkt
Die Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereiten sich in Köln-Porz auf den Auslandseinsatz vor. Schwerpunkt der Mission ist die Suche und Rettung von Menschen, die unter eingestürzten Gebäuden verschüttet wurden. Dafür verfügt das Team über technische Ortungsgeräte sowie vier speziell ausgebildete Rettungshunde.
THW-Präsidentin Sabine Lackner erklärte, das internationale Hilfeersuchen sei unmittelbar nach Deutschland übermittelt worden. Die schnelle Vorbereitung ermögliche den Einsatz bereits innerhalb weniger Tage. Die entsandten Kräfte verfügten über umfangreiche Erfahrung bei internationalen Katastropheneinsätzen. Gleichzeitig sei jedes Schadensereignis mit eigenen Herausforderungen verbunden. Besonders die ersten 72 Stunden nach einem Erdbeben gelten als entscheidend, um Überlebende zu retten.
Material wird parallel transportiert
Die Einsatzkräfte werden zunächst mit einem Reisebus nach Wunstorf gebracht. Dort erfolgt vor dem Weiterflug ins Einsatzgebiet eine Ruhephase. Parallel transportieren Lastwagen rund 15 Tonnen Ausrüstung.
Für die Verlegung stellt die Bundeswehr Transportflugzeuge bereit, um Personal und Material möglichst schnell nach Venezuela zu bringen.
Weitere Unterstützung wird geprüft
Zusätzlich werden zwei THW-Kräfte gemeinsam mit einem Schweizer USAR-Team über den Flughafen Zürich in das Einsatzgebiet verlegt. Sie unterstützen dort die deutsche Botschaft. Weitere Hilfsmaßnahmen, darunter die Bereitstellung von Trinkwasser sowie die Lieferung von Hilfsgütern, befinden sich nach Angaben des THW noch in der Abstimmung.
Bild- und Videomaterial zum Einsatz verfügbar
Redaktionen erhalten auf Anfrage kurzfristig Bild- und Videomaterial zu diesem Einsatz.
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Quelle: Alexander Franz