Einsatz in Sindorf – Am Entenpfuhl, Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Im Rhein-Erft-Kreis kam es seit Freitagabend zu mehreren Stromausfällen, die auf technische Defekte im Stromnetz zurückzuführen sind. Besonders betroffen war Kerpen, wo ein Schwelbrand in einer Trafostation einen Großeinsatz der Feuerwehr auslöste. Nach Angaben einer Sprecherin der Westnetz führten Defekte an Ortsnetzstationen sowie Kabelfehler in Frechen, Kerpen, Bergheim und Bedburg zu Versorgungsunterbrechungen. Die Mitarbeiter des Netzbetreibers waren die gesamte Nacht im Einsatz, um die Stromversorgung schrittweise wiederherzustellen.
Im Kerpener Stadtteil Sindorf waren rund 2.200 Einwohner zeitweise ohne Strom. Für die meisten Betroffenen konnte die Versorgung bis etwa 1.30 Uhr wiederhergestellt werden. Rund 35 Haushalte, die direkt über die beschädigte Station versorgt wurden, mussten jedoch bis etwa 6 Uhr auf Strom verzichten. Erst nach dem Aufbau einer alternativen Einspeisung war die Versorgung für alle Kunden wieder gewährleistet. Der Schwelbrand an der Trafostation hatte am Freitagabend gegen 22.30 Uhr einen Großeinsatz der Feuerwehr Kerpen ausgelöst. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung vorsorglich über die Warn-App NINA informiert. Rund 70 Einsatzkräfte waren vor Ort.
Der Rettungsdienst sichtete insgesamt 16 Anwohner. Eine Person wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht, eine weitere musste nach einem Sturz im Umfeld der Einsatzstelle medizinisch versorgt werden. Nachdem die Trafostation spannungsfrei geschaltet worden war, konnte die Feuerwehr den Brand löschen. Auch in Frechen, Bergheim und Bedburg kam es zu Störungen durch technische Defekte und Kabelfehler, die zeitweise rund 12.000 Einwohner betrafen. In Bonn mussten Feuerwehrkräfte am Freitagabend ebenfalls nach Bränden an Trafostationen ausrücken. Die Stromversorgung wurde in allen betroffenen Bereichen wiederhergestellt, jedoch dauern die Reparaturarbeiten an den beschädigten Anlagen weiterhin an. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten kann die genaue Ursache der technischen Defekte untersucht werden.
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Quelle: Alexander Franz