Einsatz in Siegburg – BF Siegburg/Bonn, NRW, Deutschland
Im ICE 19 von Brüssel über Köln nach Frankfurt hat ein vermummter Mann am Freitagabend gegen 20.55 Uhr durch das Zünden von Böllern einen Großeinsatz ausgelöst und einen geplanten Anschlag angekündigt, bevor er im Bahnhof Bonn/Siegburg von der Bundespolizei festgenommen wurde. Nach Angaben der Behörden hatten Reisende während der Fahrt den Notruf gewählt, nachdem der Mann mehrfach Böller im Zug gezündet hatte. Zeugen berichten, dass sich der Tatverdächtige anschließend auf einer Toilette verschanzte. Die Bundespolizei bestätigte die Festnahme eines 20-jährigen Mannes, bei dem ein großes Messer gefunden wurde. Gegenüber den Beamten soll er geäußert haben, einen Anschlag geplant zu haben. Mehrere Reisende erlitten nach Polizeiangaben oberflächliche Hautverletzungen sowie Knalltraumata. Der Zug wurde außerplanmäßig im ICE-Bahnhof Bonn/Siegburg gestoppt, nachdem die Landespolizei zunächst über den Notruf informiert worden war. Aufgrund der Zuständigkeit übernahm die Bundespolizei die Einsatzführung, überwältigte den Mann und nahm ihn fest. Die rund 150 Passagiere sowie das Zugpersonal wurden aus dem Zug evakuiert. Ein Teil der Reisenden setzte die Fahrt mit S-Bahnen in Richtung Köln fort, während für andere eine Sammelstelle in einer nahegelegenen Schule eingerichtet wurde. Der ICE steht weiterhin auf Gleis sechs und wird von Einsatzkräften durchsucht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zur Motivation des Tatverdächtigen dauern an.
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Quelle: Alexander Franz