Paris vor neuen Massenprotesten: 70.000 Sicherheitskräfte in Frankreich im Einsatz

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Einsatz in Paris – Frankreich

Polizeibeamte bei Ausschreitungen in Paris
Vier Polizeibeamte in Schutzkleidung und Uniform stehen auf einer Straßenecke vor einer historischen Säule in Paris. Paris, 23. Oktober 2026. Foto: Alexander Franz
Ereignis: 23.10.2026, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: 23.10.2026, 08:54 Uhr
NEWSID: 219 - Paris, Frankreich
Am 24. Oktober sind landesweit Demonstrationen angekündigt. Die Sicherheitsbehörden befürchten erneut gewaltsame Auseinandersetzungen nach den Ausschreitungen der letzten Woche.

Paris steht vor einem angespannten Wochenende. Nach den gewaltsamen Protesten vom 17. und 18. Oktober, bei denen es in der französischen Hauptstadt und anderen Städten zu Zusammenstößen mit der Polizei, Brandstiftungen und Plünderungen kam, bereiten sich Sicherheitsbehörden und Stadtverwaltung auf neue Demonstrationen vor. Am vergangenen Samstag gingen Hunderttausende Menschen in Frankreich auf die Straße. Besonders in Paris eskalierte die Situation, als es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kam. Geschäfte wurden geplündert, Barrikaden errichtet und Gegenstände in Brand gesetzt.

Auslöser der Protestbewegung sind die hohen Lebenshaltungskosten, insbesondere die gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise. Hinzu kommt die Unzufriedenheit vieler junger Menschen mit den Bedingungen an Schulen und Hochschulen. Die Mobilisierung begann unter anderem über soziale Netzwerke und entwickelte sich zu einer breiteren Protestbewegung. Gewerkschaften und Anhänger der Gelbwestenbewegung (Gilets jaunes) beteiligen sich ebenfalls. Für den 24. Oktober haben Gewerkschaften und Studierendenorganisationen erneut zu Demonstrationen aufgerufen. In Paris ist eine größere Kundgebung ab 14 Uhr am Place de la Bastille angekündigt. Die Polizei schlug eine alternative Route vor, die von den Gewerkschaften abgelehnt wurde. Ein geplanter Aufzug der Gelbwesten wurde untersagt.

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez kündigte den landesweiten Einsatz von rund 70.000 Polizisten und Gendarmen an. Die Behörden wollen insbesondere Plünderungen und gewaltsame Übergriffe verhindern. In Paris ist die Polizeipräsenz bereits seit Donnerstag deutlich erhöht. Bewegliche Baustellenabsperrungen und andere potenzielle Wurfgeschosse werden vorsorglich entfernt. Anwohner und Geschäftsinhaber wurden aufgefordert, Gegenstände von den Straßen zu nehmen. Für Teile des Place de la République und des Viertels Les Halles gelten nächtliche Aufenthaltsbeschränkungen. Trotz der verstärkten Polizeipräsenz blieb die Lage in der Pariser Innenstadt am Freitag zunächst ruhig. Ob die Demonstrationen am Samstag friedlich verlaufen oder erneut in Gewalt umschlagen, ist derzeit ungewiss.

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Zwei Männer bringen Schutzplatten vor Laden in Paris an
Absicherung eines beschädigten Ladengeschäfts in Paris
Zwei Personen in Schutzanzügen reinigen Wand mit Grafittischrift bei Ausschreitungen Paris
Polizeifahrzeuge und Menschen bei Ausschreitungen in Paris
Polizisten und zivile Personen an einem Pariser Denkmal während Ausschreitungen
Denkmal Place de la République in Paris bei bewölktem Himmel
Place de la Bastille mit Freiheitsstatue und Menschen
Polizeifahrzeug der CRS in Paris vor Gebäude
CRS-Polizisten vor Säule in Paris bei Protestvorbereitungen

Quelle: Alexander Franz

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